Seiten

Sonntag, 7. Juli 2013

Griechenland: Frisches Geld ist unterwegs

Auch wenn der Großteil der "Rettungsgelder" für Griechenland in den Bankensektor geflossen ist, anstatt das marode Land nachhaltig zu entschulden (wie die NGO "attacc" feststellte), wird wieder Geld fließen. Die FAZ schreibt dazu:

Griechenland kann auf die Freigabe der nächsten Kredittranche von 8,1 Milliarden Euro aus dem internationalen Hilfsprogramm hoffen. Allerdings wird die Auszahlung in den kommenden zwei bis drei Monaten in Raten erfolgen und an Bedingungen geknüpft. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss werden die Finanzminister des Euroraums nach Informationen dieser Zeitung an diesem Montag treffen. Da der Prüfbericht der Geldgeber-Troika erst in letzter Minute vorliegen wird, rechnen Brüsseler Diplomaten allerdings nicht mit schnellen Beschlüssen. Eine endgültige Entscheidung soll in den kommenden zwei Wochen fallen.
Doch ob das von der Krise stark betroffene Land die verkrusteten Strukturen nachhaltig reformieren kann, bleibt fraglich. Ohne weitere Finanzhilfen jedoch wäre Griechenland bankrott, und würde für längere Zeit auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes fallen.





Österreich: Teuer erkauftes Wirtschaftswachstum

Österreich steht laut OECD und Bundesregierung im internationalen Vergleich gut da. Doch der Preis dafür ist vergleichsweise hoch:


Eine zukunftsorientierte Politik sieht anders aus. Franz Schellhorn schreibt in der Tageszeitung "Die Presse" sehr treffend:

Auch die Regierung Faymann I konnte und wollte nicht damit aufhören, die Gegenwart mit finanziellen Vorgriffen auf die Zukunft auszupolstern. Ausgegeben und Steuern erhöht wird hierzulande sofort, die strukturelle Sanierung des Haushalts in die nächste Legislaturperiode verschoben (wo sie vermutlich ebenfalls unerledigt bleiben wird). Immer neue wohlfahrtsstaatliche Segnungen, verpuffende Konjunkturpakete, nicht gestopfte Haushaltslöcher und eine furchtsame Regierung sind die wahren Gründe für die sich auftürmenden Schuldenberge. Zum Drüberstreuen eine Opposition, die dem Staatsausgabenrausch längst erlegen ist und sich weitgehend damit begnügt, den Laienrichter in diversen Untersuchungsausschüssen zu spielen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach den herbstlichen Wahlen in der Wirtschafts- und Fiskalpolitik etwas nachhaltig ändern wird, ist gering. Quo Vadis, Austria?